Die perfekte Virensoftware - dadurch zeichnet sie sich aus

Wirklich sicher sind Computer nie - Tausende Viren, Malware, Phishing-Software und Spyware sind schließlich im Internet unterwegs. Ihr Ziel: Computer ohne ausreichenden Schutz. Und von diesen gibt es eine Menge. Doch das muss nicht sein. Mit der richtigen Virensoftware können Sie all Ihre wichtigen Daten schützen. Wir verraten Ihnen, was eine gute Virensoftware leisten muss.

Virensoftware - Schutz vor unerwünschten Viren

Längst ist es kein Kunststück mehr, sich einen Virus auf dem PC einzufangen. Bereits beim Abrufen Ihrer E-Mails können Sie an eine Phishing-Mail zur Installation eines Keyloggers oder anderer schädlicher Software geraten. Und zwar ohne dabei viel falsch zu machen. Auch Sicherheitslücken in der Software (etwa im Browser) tragen dazu bei, dass Schadsoftware auf den PC gelangt. Das fatale Ergebnis: Mitunter geht dann nichts mehr.

Um derartigen Problemen entgegenwirken zu können, benötigen Sie ein gutes Anti-Viren-Programm mit verschiedenen Funktionen für Ihren Computer. Aber was zeichnet ein solches Programm eigentlich aus?

Erkennen und Entfernen von Malware

Durch das Versenden von E-Mails finden Hacker immer wieder Wege, Malware auf andere PCs zu schleusen. Dazu werden vermeintlich nützliche Programme zum Download angeboten. Gefürchtet sind dabei vorrangig Trojaner und sogenannte Ransomware. Die Aufgabe eines guten Anti-Viren-Programms ist es, diese zu erkennen, abzuwehren oder auch zu entfernen.

Der griechische Mythos rund um das Trojanische Pferd, in dem Soldaten sich in einem Pferd aus Holz versteckten, die Stadt überfielen und letztlich besiegten, ist Namensgeber für Trojaner. Und genau diesen Trick macht sich Malware zunutze. Wird vom Nutzer eine scheinbar nützliche Software heruntergeladen, wird durch den Trojaner gleichzeitig eine schädliche Software installiert.

Neben einem aktuellen Anti-Viren-Programm können Sie selbst etwas zum Schutz gegen die unliebsamen und schädlichen Trojaner tun: Lassen Sie vor allem bei dubiosen Angeboten, Mahnungen und Rechnungen Vorsicht walten! Dateien mit den Endungen .docx und .zip sollten Sie nicht öffnen. Eine gute Anti-Viren-Software erkennt Trojaner und schlägt dann auch automatisch Alarm.

Erkennen und Entfernen von Spyware

Durch einen Trojaner kann auch sogenannte Spyware auf Ihren Computer gelangen. Wie es der Name erahnen lässt, spioniert die Software Ihre Nutzungsgewohnheiten und Eingaben über die Tastatur aus. Mitunter nutzen Unternehmen Spyware zur Kontrolle ihrer Mitarbeiter. Auch zur Überwachung der Kinder und zum Schutz vor unbefugter Benutzung des eigenen PCs lässt sich eine derartige Software nutzen. Dann handelt es sich natürlich nicht um eine Schadsoftware. Wird Spyware jedoch nicht wissentlich heruntergeladen, können Hacker problemlos auf Ihre persönlichen Daten und sogar Passwörter zugreifen und großen Schaden verursachen.

Spyware manipuliert häufig den Webbrowser und erstellt Verknüpfungen auf dem Desktop. Pop-up-Fenster mit Werbungsinhalten, eine veränderte Browser-Startseite oder auch der Abbruch von Updates des Anti-Viren-Programms sowie die Löschung von Einträgen aus der Firewall deuten auf eine Schadsoftware hin.

Häufig kommt es zu einer Verwechslung zwischen Spyware und Adware. Zwar wird Adware ebenfalls dazu genutzt, Daten von Nutzern zu sammeln und Werbung anzuzeigen, kriminelle Absichten stecken hier aber nicht dahinter. Während Spyware auf Datendiebstahl abzielt, ist Adware genau genommen nicht schädlich. Störend ist sie aber trotzdem.

Virenscanner-Typen - eine Unterscheidung nach ihrer Funktion

Der Markt hält eine Vielzahl an Virensoftware bereit. Entsprechend ihrer Funktion erfolgt üblicherweise eine Unterteilung in

  • Echtzeitscanner,
  • manuelle Scanner und
  • Onlinescanner.

Echtzeitscanner

Ein Echtzeitscanner ist dauerhaft im Hintergrund aktiv. In Echtzeit scannt die Software sämtliche ausgeführten Programme sowie den Datenverkehr und den Arbeitsspeicher.

Sobald der Computer auf Programme, Online- und Speicherdaten zugreift oder auch Dateien speichert oder verändert, wird das Anti-Viren-Programm nach verdächtigen Daten suchen. Erkennt das Programm nun die Signatur von schädlicher Software, verweigert es den Zugriff auf die entsprechenden Daten. Im Anschluss können Sie entscheiden, was mit der Datei passieren soll: Verschieben in Quarantäne, Reparieren oder Löschen.

Manuelle Scanner

Der Name verrät es bereits: Manuelle Scanner starten erst nach Aufforderung des Nutzers oder zu einer voreingestellten Zeit. Nach dem Start des Programms werden alle auf dem PC befindlichen Daten untersucht. Bei Erkennen einer schädlichen Signatur können die betroffenen Daten gelöscht, bereinigt oder aber in Quarantäne verschoben werden. Einige manuelle Virenscanner finden Schadsoftware nur, können sie aber nicht beseitigen.

Onlinescanner

Onlinescanner funktionieren generell ausschließlich bei bestehender Verbindung mit dem Internet. Viren-Signaturen werden dabei online oder über ein anderes Netzwerk geladen. Onlinescanner werden üblicherweise als Ergänzung zu fest installierten Anti-Viren-Programmen genutzt.

Vorsicht ist besser als Nachsicht - Sie können selbst zum Schutz beitragen

Vorsicht ist besser als Nachsicht - Sie können selbst zum Schutz beitragen

Haben Sie sich für eine passende Virensoftware entschieden, können Sie auch selbst etwas zum Schutz vor Mal- und Spyware beitragen. Folgende Tipps helfen dabei:

  • Sowohl das Betriebssystem als auch die Anti-Viren-Software sollten Sie immer auf einem aktuellen Stand halten. Installieren Sie Updates zeitnah nach deren Veröffentlichung. So lassen sich Sicherheitslücken schließen.
  • Gegenüber unbekannten E-Mail-Absendern, kostenlosen Angeboten sowie seltsam wirkenden URLs sollten Sie misstrauisch sein. Von professionellen Hackern werden oft täuschend echt wirkende E-Mails verschickt. Löschen Sie E-Mails sofort, wenn die Eingabe persönlicher Daten von Ihnen verlangt wird.
  • Verwenden Sie nur sichere Passwörter. Bestenfalls bestehen diese aus großen und kleinen Buchstaben sowie Zahlen, auch Sonderzeichen sind ratsam. Nutzen Sie zudem nicht immer das gleiche Passwort.

Kostenfrei oder teuer - einfacher Virenschutz gegen Rundum-Schutz

Der Markt hält bei Software immer wieder Freeware-Versionen bereit. Das gilt auch für Anti-Viren-Programme. Der grundsätzliche Virenschutz lässt sich mit Freeware durchaus realisieren. Kostenpflichtige Programme leisten aber meist etwas mehr und nutzen auch ausgefeilte Analysemethoden. Hinzu kommt, dass Sie bei Freeware bei einem Problem auf sich allein gestellt sind. Kaufen Sie ein besseres Anti-Viren-Programm, können Sie den Support des Anbieters nutzen. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Eine pauschale Empfehlung lässt sich hier nicht geben.

Anti-Viren-Programme testen - mit der EICAR-Datei

Abschließend noch ein Tipp von uns: Das "European Institute for Computer Anti-Virus-Research e. V." (kurz: EICAR) stellt die sogenannte EICAR-Testdatei zur Verfügung. Es handelt sich dabei um einen gemeinnützigen Verein mit dem Ziel der Verbesserung von Anti-Viren-Software und der Erforschung von Computerviren.

Mit dieser Datei überprüfen Sie, ob Ihr Anti-Viren-Programm fehlerfrei arbeitet. Denn nur dann schützt es vor schädlicher Software. Durch die Datei werden keine Schäden auf Ihrem Computer verursacht, sie wird von dem Anti-Viren-Programm im Normalfall aber als Virus erkannt.